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SIN KING

SIN KING, 2013
Intervention in public space

Material: ½ BMW 3 series, polystyrene, polyester (GRP), metal, battery, led, color
Dimensions: 220,47 x 62,99 x 51,18 in. (560 x 160 x 130cm.)

Das Objekt und die Intervention, die bei der lokalen Bevölkerung mit Abstand für den meisten Gesprächsstoff sorgte, war “Sin King”. Rainer Noebauer gelang mit seiner Arbeit eine wahre Tour de Force. Er verwandelte einen 3er BMW, von dem nur das Heck aus dem Wasser ragte, in eine Art Boje. Der Winkel, den das Heck einnahm, erweckte den Eindruck, als sei das Auto über eine Klippe gefahren und ins Wasser gestürzt. Einige der Einheimischen schienen diese Skulptur für pietätlos zu halten, da sie entweder selbst Opfer eines Autounfalls gewesen waren oder ein Opfer kannten. Außerdem vertraten manche die Meinung, dass ein aus dem Wasser ragendes Autoheck eine Art Verschmutzung des Sees darstelle. Der Lunzer See ist nicht nur ein idyllisches und schönes Naturschutzgebiet, sondern auch ein Naturdenkmal mit allen Konnotationen der Ehrerbietung, des Respekts und des Gedenkens, die damit einhergehen. Noebauers Objekt stellte einen Spiegel dar, in dem die Betrachter ihre eigenen Prioritäten und Werte studieren konnten. Rund um den See gibt es geteerte Autostraßen und Parkplätze und diese autogerechte Infrastruktur bestimmt die Landschaft. Statt rund um den See herumzufahren, besetzte in “Sin King” ein Auto auch das Epizentrum. Das Kunstwerk hat natürlich nicht nur für Irritationen gesorgt, es hat Leute auch zum Lächeln gebracht. Touristen in gemieteten Elektrobooten inspizierten es aus der Nähe und wunderten sich. Die Absurdität der Skulptur erinnerte an die humorvollen Aspekte der Pop Art. Die scheinbare Mühelosigkeit der Arbeit, die im Wasser auf und ab schaukelte wie ein überdimensionales Spielzeug, täuschte über die herausragende technische Lösung hinweg, die Noebauer für deren Verwirklichung entwickelt hatte. Text: Renée Gadsden

“Die Arbeit »Sin King« zeigt einen ausrangierten BMW, der als Boje umfunktioniert wurde und in dieser Funktion temporär im Lunzer See einen exklusiven »Parkplatz« fand. Die überwältigende Landschaft im Hintergrund und das einsame, ehemalige Fahrzeug und Statussymbol als Markierungspunkt stellen einen spannungsreichen, surreal anmutenden Kontrast dar.” Dirk Pleyer/Künstlerhaus Dortmund

Edition 1/20 + 2 A.P.
fine art print, framed, 27,55 x 19,68 in. (700 x 500 mm.)
Signed, dated and numbered with pencil on the back

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